Tag 19 – zu Tag 18

Ich hatte bei Tino und Torben eine herrlich entspannte Nacht auf der Terrasse – zwischendurch gab es auch mal heftige Regenschauer und ich habe dabei wohlig eingekringelt wie ein Igel – ich wurde zum Frühstück  mit herrlich duftendem Kaffee und Brötchen verwöhnt und bekam von den Beiden ein Lunchpaket, wo ich zunächst aufstöhnte: “Ihr Lieben, wo in aller Welt, soll ich das alles noch hinpacken?” – aber es hat irgendwie doch geklappt :-)

Dann brachten mich alle Beide  zurück an meine Route…. natürlich auch wieder ein kleines Stückchen höher, denn bisher ließ es sich ja keiner meiner Engel und Helferlein  nehmen, mir den Weg so einfach und direkt wie möglich zu machen – und ein Grund war ja auch immer vorhanden; dieses Mal hieß es von Tino: “Schätzelein, das geht so nicht- da rennst du ja erst wieder im den Osten, bevor du weiter nach Norden kommst…” Zuerst starrte ich auf meinen Routenzettel : “Ach, echt?” Und dann starrten wir alle beide auf den Bildschirm …hm….aber ich muss da lang, das geht irgendwie nicht anders…und so kam es, dass ich ein Stückchen weiter nördlich wieder “ausgesetzt” wurde, damit ich schön auf dem direkten Weg bleibe…. Tja und genau das hat heute dann doch nicht so ganz geklappt…
Erst habe ich versucht, eine Abkürzung zu nehmen- das ist völlig in die Hose gegangen (Filmchen) und dann habe ich irgendwie eine falsche Abzweigung genommen oder bin sogar beim Nachfragen, ein Dorf vorher,  falsch “beraten” worden und habe in der Hitze eine ellenlange 12% Steigung “bezwungen” :-). — in die völlig falsche Richtung…
Wieder wurde mir ein “Helferlein” geschickt- als eine freundliche Dame neben mir hielt und fragte wohin des Wegs, deutete sie mit ihrem Daumen nach rückwärts: “Sie gehen in eine völlig falsche Richtung…” Nein, der “Aufstieg” war umsonst?? Mein Gesichtsausdruck sprach wohl Bände, denn sie erklärte sofort, dass sie gleich wieder auf dem Rückweg sei und dann würde sie noch einmal anhalten und mich wieder mit ‘runter nehmen. Ich war heilfroh, denn das waren schon einige Kilometerchen – mit dem Auto ging es ratzefatze bis zu meiner Route zurück und ich bedankte mich ganz glücklich, denn ohne sie hätte ich ja erst viel später gemerkt was los ist und wer weiß wie ich dann wieder in die richtige Richtung gekommen wäre. Ich sah mich erstmal nach jemandem um, der mir meine Wasserflaschen auffüllen würde, denn sehr viel weiter würde ich nun nicht mehr kommen – der Himmel hatte sich zu gezogen und es grummelte rund herum. Auf einem Hof entdeckte ich eine freundliche Dame , die gerade “am Holz machen” war. Sie füllte die Flaschen auf, bot mir dann einen geschützten Platz zum sitzen an, weil es anfing zu giessen und wir plauderten ein wenig-nicht bevor wir mit großen Planen ihr Holz abgedeckt hatten.  Beim Plaudern stellte sich heraus, dass sie schon 74 war! – mein Blick schweifte zu dem riesigen Haufen Holz….Sie lachte mich aus, als sie meinen Blick sah (sie wollte ja noch nicht mal meine Hilfe beim Abdecken zuvor!) und meinte nur: ” So ist das.”

Als es aufhörte zu regnen, machte ich mich sofort auf die Socken, damit ich bald meinen Lagerplatz finden würde.
Das war nicht so einfach, da alles ziemlich nass, aber was nützte es?
Ich hoffte nur noch, dass meine Nachbarn, die dicken schwarzen Käfer, nicht ständig durch mein Lager müssen und dass ich einigermaßen trocken bleibe….

Eure “irrige” Sabine

Auf dem letztem Bild noch: Mein Blick nach draußen…hm… Auf dem Foto ist links ein Gesicht…oder…?

Foto 2