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Mein “28. Zentimeter Leben”…

…hat mich sehr beschäftigt.
Ich habe mein Leben auf den Kopf gestellt.

Kürzlich war ich auf einem schönen Firmenevent und dort bin ich sehr häufig gefragt worden, was ich denn nun mache, ob sich etwas verändert hätte und “man hätte gehört”, dass ich jetzt irgendwie “anders” leben würde. Ich hätte schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Außer, dass ich das Buch geschrieben habe.
Also, warum habe ich mich so rar gemacht?
Die Antwort ist sehr einfach:
Durch mein kleines Abenteuer durch Deutschland, ist mir einiges klar geworden und ich wollte unbedingt meine Lebensumstände ändern. Wie manch einer von euch weiß oder ahnt, ist das nicht ganz so einfach. Es hat viel mit loslassen und auch mit verlassen zu tun. Und das habe ich getan.
Ja, es stimmt – ich lebe jetzt anders und es wird auch noch mehr “anders” werden.
Als ich dann erklärte, wie dieses “Anders” aussieht, bekam ich oft zu hören:
“Ach, wie spannend. Das ist ja toll. -  Oh, aber das könnte ich nicht.”
Ich musste über diesen Satz schmunzeln – denn das muss ja auch niemand `können` :-)
Es hat etwas mit meinem Lebensgefühl zu tun und mein “Gefühl zum Leben” hat sich seit meiner Tour sehr verändert.

Ich möchte von dieser Ameisenstraße, auf der kaum einer auf den anderen achtet, auf der ein emsiges Treiben herrscht, um so viel wie möglich zu schaffen und auch heran zu schaffen,  wo der andere nur dann gut genug ist, wenn er sich anpasst und nicht aus der Reihe tanzt und auf der letztendlich unser Planet Erde zertrampelt wird, herunter.
Als ich darüber sprach, war es eigentlich nicht erstaunlich, dass fast jeder nickte und mir mit traurigem Gesicht zustimmte.
Doch die Herausforderungen beim Verlassen dieser Straße sind groß. Du verlässt nicht nur diese Straße – du verlässt auch die anderen Ameisen. Manche fragen neugierig: was willst du denn machen, was und wie etwas ändern? ? Einige verstehen dich gar nicht und fragen: Wozu machst du das? Wozu ist das gut? und wollen dich festhalten. Andere eilen weiter und murmeln: Idiot. Und wieder andere schauen dir sehnsüchtig dabei zu, wie du dich auf den Weg machst.

Mein “28. Zentimeter” Leben war und ist aufregend und spannend – so viele Veränderungen.
Und so viele Gefühle! Manchmal Zweifel, Ängste und Unsicherheit, aber mehr noch Entschlossenheit, Freude und Zuversicht. Doch inzwischen haben sich die ersteren Gefühle völlig verflüchtigt und übrig geblieben ist eine tiefe Zufriedenheit -  da ich weiß, wohin mein Weg mich nicht mehr führen wird.
Und wohin er geht, ahne ich.
Vielleicht schreibe ich auch darüber – wie es auf meinem “28. Zentimeter” zuging. Welche Vorbereitungen ich traf und welche Ängste mich manchmal verrückt machten. Darüber welche Wege ich mir suchte und was und wer mir dabei half.
Und wie sich letztendlich alles fügte.
Mein “27. Zentimeter” naht und ich erwarte ihn mit Freude und Spannung. Die Veränderungen gehen weiter und wenn ich manchmal einen Blick in meine Zukunft werfe, kann ich es kaum noch abwarten.

eure alte Ameise, Sabine ;-)

 

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